Unterstützende Maßnahmen für mehr Energieeffizienz
Mit den „Supporting Initiatives“ (unterstützende Maßnahmen) möchte Bayer seinen täglichen Geschäftsablauf energieeffizienter und klimafreundlicher gestalten. So unterstützt das Unternehmen konzernweit die Verringerung von Emissionen im Straßenverkehr, etwa wenn es um den eigenen Fuhrpark geht. Bis 2012 soll im Rahmen des EcoFleet-Programms der CO2-Ausstoß durch die Dienstwagen-Flotte im Vergleich zu 2007 um 20 Prozent reduziert werden. Ende 2010 lag dieser Wert für neu zugelassene Fahrzeuge bereits bei 15 Prozent. Ein weiterer entscheidender Schritt: Bayer hat auf dem Betriebsgelände in Leverkusen die erste Erdgas-Tankstelle in Betrieb genommen und wird bis 2015 rund 400 Fahrzeuge auf das umweltfreundlichere Antriebsmittel umrüsten. Die Erprobung von Elektrofahrzeugen im Zuge eines Pilotversuchs wird derzeit am Standort Berlin und in Leverkusen in kleiner Stückzahl durchgeführt.
Als weitere unterstützende Maßnahme beabsichtigt Bayer das Reiseaufkommen der Mitarbeiter mithilfe des gesteigerten Angebots an moderner Telepresence- und Videokonferenz-Technologie zu verringern. Bis Ende 2010 konnte das Telepresence- und Videokonferenz-kompatible Netzwerk auf weltweit 152 Anlagen erweitert werden, darunter sechs Telepresence-Anlagen. Bayer wird das Video-Kommunikationsnetzwerk weiter ausbauen und in den folgenden Jahren im Rahmen des „Bayer Personalized Workplace Program“ weitere Desktop-Lösungen wie z. B. hochqualitative Videoübertragung testen und in Betrieb nehmen.
Auch die Green-IT-Initiative von Bayer Business Services dreht sich um Energieeinsparpotenziale in eigener Sache. Die Energieeffizienz in den drei Rechenzentren in Leverkusen, Pittsburgh und Singapur soll ebenfalls um 20 Prozent zwischen 2009 und 2012 gesteigert werden. Bis Ende 2010 wurden bereits 13 Prozent erreicht. Hinzu kommen ergänzende Maßnahmen, die etwa den Papierverbrauch im Unternehmen senken werden.
Engagement auf vielen Ebenen
Viele weitere Initiativen werden auch durch das Engagement der Mitarbeiter unterstützt, wie beispielsweise bei Bayer HealthCare. So verpflichtet sich der Standort Berlin als eines von 13 führenden Unternehmen im Rahmen des 2008 begründeten Berliner Klimabündnisses zu CO2-Einsparungen. Dort wurden im Rahmen eines Energiesparforums zahlreiche betriebsökologische Maßnahmen gebündelt. Mitarbeiter haben sich mit großer Resonanz auch am Mitmach-Wettbewerb „Ideen voller Energie“ beteiligt. Eine LED-Gebäudebeleuchtung, Abschaltungszeiten oder eine optimierte Energieverteilung sind lokal umgesetzte, erfolgreiche Mitarbeitervorschläge, die zur Reduktion des CO2-Ausstoßes führen.
Wegweisende interdisziplinäre Forschungsarbeiten honoriert die „Bayer Science & Education Foundation“ alle zwei Jahre mit dem „Bayer Climate Award“. 2011 wird ein neuer Preisträger gewürdigt, der mit seiner Arbeit wichtige klimawissenschaftliche Grundlagen schafft.
Das Erreichen der Klimaziele und die damit verbundene Forschungsarbeit unterstützt Bayer auch mit einem Stiftungslehrstuhl zur Nachhaltigkeit an der Universität von Tongji, China. Dort werden unter anderem im Rahmen der Partnerschaft mit dem UNEP (United Nations Environment Program) Veranstaltungen zur Klimaforschung organisiert und regionale Umwelt- und Klimaprojekte durchgeführt.
In Australien fördert Bayer gemeinsam mit dem Bildungs- und Forschungsministerium den Nachwuchs im Rahmen des Programms „Carbon Kids“. In altersgerechten Lerneinheiten erfahren Schülerinnen und Schüler mehr über die Grundlagen des Klimawandels, neueste Forschungsergebnisse und lernen, wie sie selber aktiv werden können. Das Unterrichtsprogramm ist landesweit an allen Schulen in Australien einsetzbar. Bayer arbeitet seit über 15 Jahren erfolgreich mit dem Ministerium zusammen und engagiert sich seit November 2010 als Hauptsponsor von „Carbon Kids“.