| Ziel | Stand der Umsetzung | Seite | Zielerreichung 2010 | weiteres Vorgehen |
| Handlungsfeld: Innovation |
| Förderung der Innovationskultur durch Umsetzung einer langfristig angelegten, konzernweiten Innovationsinitiative: „Triple-i“-Programm (Inspirationen, Ideen und Innovationen) | Der weltweite Roll-Out der Initiative „Triple-i“ ist auf sehr gute Resonanz gestoßen. Es gingen über 10.000 Ideen ein, von denen mehr als 120 weiterverfolgt wurden, und vier Produktideen sind bereits auf dem Markt. Triple-i ist als Instrument zur Ideengenerierung und Förderung der Innovationskultur sehr gut bekannt und akzeptiert und wird fortgesetzt. | 42 | | Konzerninitiative wird fortgesetzt |
| Förderung der Forschung zum weltweiten Trink- und Süßwasserschutz; Bereitstellung von Finanzmitteln und Beteiligung am Projektmanagement für den von Bayer und National Geographic eingerichteten „National Geographic Global Exploration Fund“ | 9 Forschungsprojekte wurden mit einem Startkapital von insgesamt 250.000 € ausgestattet. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Süßwasserschutz, der Erschließung neuer Ressourcen und der gerechten Verteilung von Wasser in verschiedenen Teilen der Welt. National Geographic und Bayer führten in Kooperation mit wissenschaftlichen Beratern den Aufruf zur Beantragung von Fördergeldern, den Auswahlprozess und die Finanzierung der Projekte durch. Beide Partner berichten laufend über den Fortschritt und die Ergebnisse der Projekte. Für National Geographic ist dies die erste themenbezogene Projektpartnerschaft mit einem Unternehmen, das seinen Sitz außerhalb der USA hat. | – | kontinuierliche Entwicklung | Förderung wird fortgesetzt |
| Beitrag zur Sicherstellung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung durch Entwicklung von Pflanzen mit besseren Erträgen und verbesserter Stresstoleranz gegenüber Trockenheit; Weiterentwicklung der Pflanzenbiotechnologie und moderner Saatgutzüchtungstechnologie | - Zahlreiche frühe und fortgeschrittene F&E-Programme bei Bayer CropScience zur Erhöhung von Produktivität und Widerstandsfähigkeit in den Bayer-BioScience-Kulturen Raps, Baumwolle, Reis, Weizen, Sojabohne und Mais verlaufen erfolgreich und termingerecht.
- In den Züchtungsprozess aller Bayer-BioScience-Kulturen wird zurzeit eine Technologieplattform für die molekulare Marker-gestützte Züchtung, inklusive der Erstellung von Gesamtgenomsequenzen, integriert.
- Es wurden Allianzen mit öffentlichen Forschungseinrichtungen des In- und Auslandes gegründet, beispielsweise durch Beteiligung am Konsortium „Cropsense“, einem BMBF-geförderten deutschen Kompetenznetzwerk für die Entwicklung einer Sensorik bei Pflanzen, Kooperation mit dem Helmholtz-Forschungszentrum im deutschen Jülich und auf dem Gebiet der Pflanzenphänotypisierung im Rahmen einer Allianz mit dem australischen Forschungsinstitut „CSIRO Plant Industry“ zur Weizenzüchtung. Die gemeinsam mit dieser australischen Partnereinrichtung durchgeführten Studien zur Auswirkung neuer Pflanzeneigenschaften auf die landwirtschaftliche Praxis und Umwelt kommen gut voran.
- Im neuen Climate-KIC-Programm der EU gehört BCS 2010 bei einem der zwei Erstprojekte des deutschen Knotens namens CACHES („Climate Adapted Crop Health Expert System“) zu den zentralen Partnern aus der Industrie. Für 2011 ist die Beteiligung von BCS an den zwei Climate-KIC-Programmen „Improve“ und „Correct“ geplant, auch hier unter Einbeziehung von Partnern aus Wissenschaft und Industrie in ganz Europa.
| 19 -21, 49 | | Wird vom Teilkonzern BCS fortgesetzt |
| Erschließung der Potenziale von erneuerbaren Energiequellen und nachwachsenden Rohstoffen; Forschungsarbeiten und Technologieentwicklungen bei aussichtsreichen Anwendungen | - Bayer CropScience (BCS) erweitert seine Technologieplattform bei Zuckerrohr, der produktivsten Kulturpflanze für wirtschaftlich rentable erneuerbare Energie mit der besten CO2-Bilanz. Gemeinsam mit dem CTC (Centro de Tecnologia Canavieira) – dem Zentrum für Zuckerrohrtechnologie im brasilianischen São Paulo – wird Bayer CropScience biotechnologisch optimierte Zuckerrohrsorten mit hohem Zuckergehalt entwickeln. Ziel ist eine effizientere Produktion von Ethanol. Erste Forschungsergebnisse lassen Steigerungen von etwa 30 bis 40 Prozent vermuten.
| 50 | | Wird vom Teilkonzern BCS fortgesetzt |
| Selektive, ressourcenoptimierte Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen durch Expression therapeutischer Proteine aus Tabakpflanzen (Plant made Pharmaceuticals); innerhalb der nächsten sieben bis neun Jahre patientenspezifische Medikamente erzielen | Rund 50 bekannte Wirksubstanzen konnten bereits im Labormaßstab aus Pflanzen gewonnen werden. Dazu zählen Proteine für Impfstoffe sowie monoklonale Antikörper beispielsweise für die Behandlung von Krebs. Die erste klinische Prüfung mit aus Pflanzen gewonnenen Proteinen zur personalisierten Therapie des Non-Hodgkin-Lymphoms startete Anfang 2010. | 43 | | Wird vom Teilkonzern BHC fortgesetzt |
| Bereitstellung von verbesserten Medikamenten zur Bekämpfung von Krebs; Erweiterung des Anwendungsgebiets des Krebsmedikaments Nexavar™ für die Indikationen Leber-, Lungen- und Brustkrebs | Nexavar™ ist mittlerweile bereits in mehr als 90 Ländern zur Behandlung von Leberkrebs und von fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom zugelassen. Auch in weiteren Indikationen werden Studien durchgeführt, darunter zum nicht kleinzelligen Bronchialkarzinom (NS-CLC), zu Schilddrüsenkrebs (beide Phase III) sowie zu Brustkrebs, Dickdarmkrebs und Ovarialkrebs (alle Phase II). Zu Brustkrebs ist bereits eine Phase-III-Studie angelaufen. | GB 102 -104 | | Wird vom Teilkonzern BHC fortgesetzt |
| Bereitstellung eines Medikaments gegen gefährliche Blutgerinnsel mit dem oralen Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban (Handelsname: Xarelto™) | - Rivaroxaban ist ein neuartiger als Tablette einzunehmender Gerinnungshemmer. Rivaroxaban wurde in den Bayer-Laboratorien in Wuppertal erfunden und wird gemeinsam von Bayer HealthCare und Johnson & Johnson Pharmaceutical Research & Development, L.L.C. entwickelt. In klinischen Studien hat Rivaroxaban einen raschen Wirkungseintritt mit klarer Dosis-Wirkungsbeziehung sowie eine gute Bioverfügbarkeit gezeigt. Eine Gerinnungsüberwachung ist nicht notwendig, und es bestehen nur wenige Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Nahrungsmitteln. Rivaroxaban wird unter dem Markennamen Xarelto™ zur Prophylaxe von venösen Thromboembolien (VTE) bei erwachsenen Patienten nach elektiven (geplanten) Hüft- oder Kniegelenkersatz-Operationen in mehr als 75 Ländern weltweit durch Bayer HealthCare vermarktet. Zulassungen wurden in mehr als 100 Ländern weltweit erteilt, darunter die Europäische Union, Australien, China, Kanada und Mexiko.
- Aufgrund des umfangreichen klinischen Studienprogramms ist Rivaroxaban der zurzeit am intensivsten erforschte orale, direkte Faktor-Xa-Inhibitor weltweit. Mehr als 65.000 Patienten sollen an dem klinischen Entwicklungsprogramm für Rivaroxaban teilnehmen, in dem das Potenzial von Rivaroxaban in der Prävention und Therapie eines breiten Spektrums akuter und chronischer thromboembolischer Erkrankungen untersucht werden soll. Dazu gehören unter anderem die VTE-Therapie, die Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern, die Sekundärprävention nach akutem Koronarsyndrom und die Vorbeugung von VTE bei hospitalisierten Patienten mit internistischen Erkrankungen.
| 4, 46 | | Wird vom Teilkonzern BHC fortgesetzt |
| Verlängerung der Wirksamkeit des gentechnisch hergestellten Blutermedikaments Kogenate™ durch neue Formulierung basierend auf einer Liposomen-Technologie | Eine Phase-II-Studie mit Kogenate™ durch neue Formulierung basierend auf einer Liposomen-Technologie wurde wegen mangelnder Wirksamkeit beendet. Bayer hält an seinem umfangreichen Programm zur Entwicklung von lang wirksamen Hämophiliepräparaten fest, hierzu laufen mehrere Entwicklungsprojekte. | ? | | Dieses Projekt wurde vom Teilkonzern BHC eingestellt |
| Entwicklung neuer Methoden der Früherkennung von Krebs, Entzündungsprozessen im Nervensystem und Alzheimer durch molekulare Bildgebung | Unterzeichnung einer neuen und Ausweitung der bestehenden Kooperationsvereinbarungen, z. B. mit TauRx im Bereich Alzheimer-Bildgebung oder Hamamatsu Photonics K.K. im Bereich Tumordiagnostik sowie der Tsinghua-Universität im Bereich diagnostische Bildgebung. | ? | | Wird vom Teilkonzern BHC fortgesetzt |
| Erforschung neuer Behandlungsmethoden gegen Multiple Sklerose; Entwicklung von Alemtuzumab | Phase-III-Programm mit Alemtuzumab läuft | GB102, 105, 196 | | Wird vom Teilkonzern BHC fortgesetzt |
| Entwicklung von Lösungen für tropische und vernachlässigte Krankheiten; Kooperation mit Stakeholdern, die neue Ansätze verfolgen, damit noch mehr Menschen behandelt werden können | Bayer hat weitere wichtige Beiträge zur Behandlung tropischer Krankheiten geleistet. Über einen Zeitraum von fünf Jahren wird Bayer der WHO jährlich 400.000 Tabletten seines Medikaments Lampit™ zur Verfügung stellen. Lampit™ enthält Nifurtimox, das in einer Eflornithin-Nifurtimox-Kombinationstherapie in den betroffenen afrikanischen Ländern eingesetzt werden soll. | 16/17 | | Ziel wird vom Teilkonzern BHC im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms weitergeführt |
| Bereitstellung neuer Therapien für gynäkologische Erkrankungen mit einem hohen medizinischen Bedarf | Bayer hat den dezentralisierten Teil des Arzneimittel-Zulassungsverfahrens in Europa für Visanne™ zur Behandlung der Endometriose erfolgreich beendet. Visanne™ ist bereits in verschiedenen europäischen Ländern, u.a. Deutschland, auf dem Markt. 2011 werden weitere Länder folgen. | ? | | ??? |
| Bessere Therapien für die häufigste Ursache von starker Sehbehinderung und Blindheit bei über 65-Jährigen in den Industrienationen | Patientenrekrutierung innerhalb der Studien des Phase-III-Programms zur Behandlung der feuchten Form der altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) abgeschlossen. Weiteres Phase-III-Programm zu weiterer Augenerkrankung, dem Verschluss der zentralen Netzhautvene (CRVO), begonnen. | 42/43 | | Wird vom Teilkonzern BHC fortgesetzt |
| Möglichkeiten zur frühzeitigen Diagnose von Krankheiten mit einem hohen medizinischen Bedarf | Phase-III-Studie mit neuartigem PET-Tracer zur Unterstützung der Diagnose der Alzheimer-Krankheit ist gestartet. | ? | | Wird vom Teilkonzern BHC fortgesetzt |
| Netzwerke mit akademischen Einrichtungen stärken und gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsexpertisen nutzen | - Die Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum zur schnelleren Nutzung von Forschungsergebnissen für die Entwicklung neuer Arzneimittel gegen Krebs und eine bessere Bewertung innovativer Therapieansätze für Tumorerkrankungen konnte auch in 2009 erfolgreich fortgesetzt werden.
- Auch die Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Köln wurde fortgesetzt, um neue Erkenntnisse aus den Forschungs- und Entwicklungslabors für die Entwicklung innovativer Ansätze für die Behandlung und Prävention von Krankheiten, z. B. im Bereich Onkologie, zu nutzen.
- Im März 2009 unterzeichnete Bayer HealthCare zudem eine Kooperationsvereinbarung mit der Tsinghua-Universität (Institut für Biomedizin) in Peking. Am Bayer Tsinghua Research Center werden Wissenschaftler des Instituts für Biomedizin, des Fachbereichs für Biowissenschaften und Biotechnologie, der Medizinischen Fakultät und des Fachbereichs Chemie der Tsinghua-Universität mit den Forschern von Bayer Schering Pharma entlang der Wertschöpfungskette von Forschung und Entwicklung zusammenarbeiten und innovative Ansätze für die Entdeckung neuer Therapien vorantreiben. Die Aktivitäten werden sich dabei auf die therapeutischen Forschungsgebiete von Bayer Schering Pharma – Onkologie, Frauengesundheit, diagnostische Bildgebung und Kardiologie – konzentrieren.
- Im Mai 2010 stärkte Bayer Schering Pharma seine US-Forschungsstrategie durch Aufbau eines neuen Innovationszentrums in Mission Bay in San Francisco (USA). Vom neuen Standort aus wird sich das Unternehmen insbesondere auf die Suche nach innovativen Forschungsansätzen konzentrieren und den Ausbau von Partnerschaften mit Wissenschaftlern an Universitäten sowie Biotech-Firmen im Großraum San Francisco (Bay Area) vorantreiben.
- Im Juli 2010 vereinbarte Bayer Schering Pharma mit dem People’s Liberation Army General Hospital (301 Hospital) in Peking, China, eine Forschungskooperation. Der Vertrag sieht den Aufbau einer langfristigen strategischen Forschungspartnerschaft im Bereich Frauengesundheit vor.
| | | Wird vom Teilkonzern BHC fortgesetzt |
| Entwicklung eines Medikaments gegen verschiedene Formen des Lungenhochdrucks: Riociguat | - Bayer Pharma unterzieht Riociguat einem umfassenden Prüfprogramm, das aktuell gut vorankommt. Das Potenzial von Riociguat als neuer Therapieansatz bei der chronischen thromboembolischen pulmonalen Hypertonie (CTEPH) und der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH), zwei lebensbedrohlichen Formen des Lungenhochdrucks, wird derzeit in klinischen Phase-III-Studien untersucht. In einer Phase-II-Studie zeigte Riociguat bereits vielversprechende Ergebnisse: Bei Patienten mit CTEPH und PAH verbesserte es die körperliche Belastbarkeit und verschiedene hämodynamische Parameter. Die Daten aus der Phase II weisen auch auf ein günstiges Sicherheitsprofil von Riociguat hin. Die ersten langfristigen Ergebnisse lassen auf ein günstiges Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil und eine nachhaltige funktionale Verbesserung schließen.
- Außerdem hat eine Phase-II-Studie mit Riociguat zu pulmonaler Hypertonie aufgrund von interstitieller Lungenerkrankung (PH-ILD) ihre ersten Zielsetzungen in einem Bereich hohen medizinischen Bedarfs erreicht.
- Riociguat wird derzeit auch bei pulmonaler Hypertonie aufgrund von chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (PH-COPD) untersucht. Für die Indikation Lungenerkrankung in Verbindung mit einer Linksherz-Erkrankung (PH-LVD) wurde eine weltweite Studie der Phase IIb eingeleitet.
| 46 | | Wird vom Teilkonzern BHC fortgesetzt |
| Optimierung eines Verfahrens zur Produktion von monomerem MDI (Methylen-Diphenyl-Diisocyanat) für den Bau einer neuen großtechnischen Anlage in China im Jahr 2008 mit dem Ziel, ca. 15 Prozent Energie einzusparen. Ziel erreicht | Bayer MaterialScience (BMS) hat Ende 2008 in Shanghai eine Produktionsanlage für MDI mit einer Jahreskapazität von 350.000 Tonnen in Betrieb genommen. | 49 | | Das Ziel wurde erreicht |
| Handlungsfeld: Produktverantwortung |
| Weiterer Beitrag zur Ertragssteigerung von Kulturpflanzen durch hochwirksame und verträgliche Pflanzenschutzmittel in Verbindung mit einem guten Profil für Umwelt und Gesundheit | - Das Produktportfolio von Bayer CropScience wurde durch die Markteinführung innovativer Produkte erweitert:
- Movento™ (Insektizid): Dank seiner ausgezeichneten Sicherheit für Bestäuber und der IPM-Eignung in Verbindung mit dem einzigartigen Zwei-Wege-Transport des Wirkstoffs wird Movento™ der neue Standard in der Bekämpfung saugender Schadinsekten werden, insbesondere bei Obst, Gemüse und Sojabohnen. Es ersetzt Produkte auf Basis von Organophosphat- und Organochlorverbindungen.
- Belt™ (Insektizid): erstes Produkt, das aus der neuen chemischen Klasse der Diamide auf dem Markt ist; es weist ein sehr sicheres toxikologisches und ökologisches Profil auf und setzt neue Maßstäbe in der Bekämpfung von Fraßraupen
- Infnito™ (Fungizid): neuer, einzigartiger Wirkmechanismus, der eine Kreuzresistenz zu anderen Wirkstoffen ausschließt und eine hohe Wirksamkeit bei Kartoffelkrankheiten zeigt
- LL-Trait und Ignite™ (Herbizid): innovative Lösung für das Unkrautmanagement zur Bekämpfung wachsender Unkrautresistenz und Gewährleistung einer nachhaltigen Sojabohnenerzeugung
- Neue Generation von Getreidefungiziden Xpro (Kombination von Bixafen + Prothioconazol)
| 49, GB 106/107 | | Wird vom Teilkonzern BCS fortgesetzt |
| Prüfung und Bewertung der Umwelteigenschaften unserer Arzneimittelwirkstoffe und ihres Vorkommens in der Umwelt, um mögliche nachteilige Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu vermeiden | Erweiterung der Datenbasis zu Umwelteigenschaften durch Tests zu Ökotoxizität sowie zum Verbreitungs- und Abbauverhalten von Arzneimitteln durch Bayer HealthCare. Unterstützung von externen Monitoring-Studien (z. B. Messungen in Flüssen oder Meeren) zu unseren Arzneimitteln; Mitarbeit bei der Verbesserung von Richtlinien zur Bewertung der Umweltverträglichkeit von Human- und Tierarzneimitteln | ? | kontinuierliche Entwicklung | Wird vom Teilkonzern BHC fortgesetzt |
| Zeitgerechte Umsetzung der REACH-Verordnung im Konzern | - Wie von REACH vorgeschrieben, hat Bayer bis 1. Dezember 2008 über 800 Stoffe bei der Chemikalienagentur ECHA in Helsinki (Finnland) vorregistrieren lassen. Damit haben wir die zentrale Voraussetzung erfüllt, um künftig weiter mit diesen Stoffen zu arbeiten. Bis Ende November 2010 hatten wir Registrierungsdossiers für all die Stoffe erarbeitet, die wir in großen Mengen produzieren bzw. importieren.
- BMS: Entsprechend den jeweiligen Stichtagen in der REACH-Verordnung waren bis November 2010 Registrierungsdossiers für alle Stoffe > 1.000 t eingereicht.
- BCS: Bayer CropScience hat die Registrierung aller für Stufe (Tier) 1 relevanten Stoffe abgeschlossen. 32 Stoffe unterlagen bis zum 23. November 2010 Registrierungsaktivitäten: 24 > 1.000 t/a, 6 eingestuft als N, R50/53 > 100 t/a; 2 eingestuft als CMR > 1 t/a
| 45 | | Weitere Umsetzungsstufen von REACH erfolgen in den Teilkonzernen |
| Handlungsfeld: Exzellente Unternehmensführung |
| Kontinuierliche Verbesserung interner Arbeitsprozesse und der Motivation der Mitarbeiter | Die regelmäßigen weltweiten Befragungen der Leitenden Mitarbeiter haben wir fortgesetzt. Auch allgemeine Mitarbeiterbefragungen werden von den Teilkonzernen regelmäßig unternommen. Die bestehenden Befragungen werden ab September 2010 durch eine neu konzipierte konzernweite Mitarbeiterbefragung ersetzt. Die globalen Führungsprinzipien sind in die regelmäßigen Leistungsbewertungen integriert, die jährlichen Zielvereinbarungen unserer Führungskräfte enthalten verhaltensorientierte Leadership-Ziele. Regelmäßiges Feedback im Prozess der Leistungsbewertung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern erhöht Motivation und Zufriedenheit der Teilnehmer. | 35 | kontinuierliche Entwicklung | Wird konzernweit fortgesetzt |
| Steuerung des Umsetzungsprozesses der Richtlinie „Gesundheits-, Sicherheits-, Umweltschutz- und Qualitäts-(HSEQ)-Audits“ | - Die Implementierung von teilkonzernspezifischen HSEQ-Management-Systemen ist abgeschlossen, eine vollständige Auditierung der Systeme in allen Regionen läuft.
- BCS: An allen Produktions- und größeren F&E-Standorten wurden die HSEQ-Management-Systeme auditiert, ein regelmäßiges Audit-Programm wurde eingerichtet. 2010 startete BCS mit den HSEQ-Management-System-Audits der Landesorganisationen; die erste Auditrunde soll innerhalb von 5 Jahren abgeschlossen sein.
| 62f. | | HSEQ-Richtlinie wird kontinuierlich angewandt und weiterentwickelt |
| Verbesserung der Management-Qualitäten aller Führungskräfte, z. B. durch 360°-Feedback-Analyse | Erfolgt kontinuierlich | ? | kontinuierliche Entwicklung | Wird konzernweit fortgesetzt |
| Umsetzung des Ziels des Weltgipfels der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im Jahr 2002 zur global einheitlichen Klassifizierung und Kennzeichnung von Substanzen und Zubereitungen (Globally Harmonized System, GHS) | - Die Implementierung in Europa wurde bis zur Verabschiedung der Verordnung über die Verbände der chemischen Industrie unterstützt.
- In Ländern, die bereits GHS implementiert oder die Implementierung vor den EU-Fristen geplant haben, werden BMS-Produkte mit GHS-konformen Etiketten und Sicherheits-Datenblättern vermarktet. Bis Dezember 2010 wird BMS alle seine Stoffe nach GHS klassifizieren, bis spätestens Juni 2015 auch alle seine Zubereitungen.
- BCS: Für Stoffe der EU-Standorte und -Geschäfte war Ende November 2010 die Implementierung von GHS-konformen Sicherheits-Datenblättern und Gefahrenkennzeichnungen abgeschlossen. Dementsprechend wurden das SAP-EHS-Modul zum globalen Kennzeichnungsmanagement (GLM) und aktualisierte SAP-EHS-Module zur Produktsicherheit eingeführt, um den Bestimmungen von GHS und Anhang II der REACH-Verordnung gerecht zu werden. Alle Mischungen werden bis spätestens 2015 neu klassifiziert und neu etikettiert.
| 45 | | Wird in den Teilkonzernen fortgesetzt |
| Permanente, kontinuierliche Sicherstellung der Compliance mit Regularien zur Arzneimittelsicherheit und Qualitätssicherung bei Humanarzneimitteln | Maßnahmen zur permanenten und kontinuierlichen Einhaltung regulatorischer Anforderungen zur Qualitätssicherung bei Human- und Tierarzneimitteln beschreibt das Compliance-Management-System von Bayer HealthCare. Die Einhaltung der „Compliance“-Standards wird durch systematische interne Inspektionen sowohl für alle unter „Global Clinical Development“ zusammengefassten Funktionen als auch für die Produktion überprüft. Diese Audits schließen auch Auftragsinstitute und Lieferanten mit ein. Mithilfe eines Risikomanagement-Systems werden Risiken systematisch identifiziert und bewertet. Werden Prozessabweichungen, Regelverstöße oder Qualitätsmängel festgestellt, so werden diese analysiert und nach einer Einzelfallanalyse entsprechende präventive oder korrigierende Maßnahmen ergriffen. Kontinuierlich erhalten Länder und Regionen Unterstützung bei der Einhaltung der „Compliance“. | 47 | | Wird vom Teilkonzern BHC kontinuierlich fortgesetzt |
| Nachhaltiges Beschaffungsmanagement weiter ausbauen | Die Bayer-Leitlinie Procurement unterstützt klar die Grundsätze des UN Global Compact unsere Werte und Führungsprinzipien sowie die Bayer-Position zum Thema Menschenrechte. Der Bayer-Einkauf hat zudem alle grundlegenden Nachhaltigkeitsstandards und Anforderungen an seine Lieferanten in einem Verhaltenskodex (Supplier Code of Conduct) gebündelt. Der Kodex ist im Internet publiziert, broschiert in sieben Sprachen erhältlich und wird seit Dezember 2009 schrittweise implementiert. Vor der Veröffentlichung des Kodex wurden den strategischen Einkäufern konzernweit in einem web-basierten Training die Inhalte des Kodex sowie die Anleitung zur Lieferantenauswahl und -evaluierung mit Beispielen nähergebracht. Bis Ende 2009 wurden unter globaler Koordination 116 Lieferanten mithilfe dieses neuen Verfahrens bewertet. | 31ff. | | - Neues Konzernziel 2015:
- Lieferantenmanagement
|
| Formulierung, Kommunikation und Implementierung der Unternehmensposition zum Thema Menschenrechte | - Die Position von Bayer zum Thema Menschenrechte wurde im Mai 2007 veröffentlicht und ist als weltweit gültige Konzernrichtlinie (aktualisierte Version seit 1.1.2009) in Kraft.
- Die im Jahr 2008 erstmals an die Führungskräfte in den deutschsprachigen Ländern verteilte Broschüre mit unserer Menschenrechtsposition wurde als Bestandteil einer konzernweiten Informationskampagne an die Manager weltweit verteilt. Die Broschüre wird ergänzt durch eine Trainingspräsentation, die den Mitarbeitern die Inhalte unserer Menschenrechtsposition anschaulich vermittelt.
| 33ff. | | - Ziel ist erreicht
- Besonderes Augenmerk liegt für Bayer grundsätzlich auf der Wahrung der Menschenrechte
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| Handlungsfeld: Gesellschaftliche Verantwortung |
| Weltweite Förderung des Umweltwissens junger Menschen; Ausbau der Kooperation mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), u. a. Aufbau von JugendUmweltnetzwerken und Capacity-Building-Plattformen in Asien, Amerika, Afrika und Europa | - In sechs Jahren Partnerschaft auf den Gebieten Jugend und Umwelt haben UNEP und Bayer ein weltweites Netzwerk junger Umweltschützer auf Basis etablierter Strukturen und bestehender Chancen aufgebaut, womit die Kompetenz junger Menschen in Umweltfragen gestärkt werden soll.
- Die Partner veranstalten jedes Jahr Umweltkonferenzen und praktische Studienreisen für junge Umweltschützer aus allen Teilen der Welt. Das „Tunza Magazine“ – das von jungen Menschen über junge Menschen für junge Menschen erstellt wird – erreicht jedes Jahr mehr als eine Million Leser.
- Sensibilisierungsmaßnahmen wie der „Internationale Kinder-Malwettbewerb zum Thema Umwelt“ und der Fotowettbewerb „Ecology in Focus“ verleihen jungen Menschen eine Stimme, die in der Öffentlichkeit gehört wird.
- UNEP und Bayer wollen diese Public Private Partnership für einen weiteren Dreijahreszeitraum (2011-2013) fortsetzen.
| 67 | | Zusammenarbeit wird fortgesetzt |
| Stärkung des naturwissenschaftlichen Grundwissens an Schulen mithilfe des in den USA gegründeten Programms „Making Science Make Sense“ in weiteren Ländern | - Nach seinem Start in den USA im Jahr 1995 wurde das Programm MSMS schrittweise auf 11 weitere Länder ausgedehnt: Großbritannien, Irland, Japan, Frankreich, Dänemark, Italien, Brasilien, Kolumbien, Indien, Singapur und Taiwan.
- Mehrere Hunderttausend Schüler profitieren jedes Jahr vom Engagement der Bayer-Mitarbeiter, die Grundschülern regelmäßig naturwissenschaftliche Kenntnisse vermitteln.
- Die teilnehmenden Länder tauschen Best Practices untereinander aus, um den bereits hohen MSMS-Standard weiter anzuheben.
| 66 | | Projekte werden fortgesetzt |
| Förderung des Zugangs zu schulischer und beruflicher Bildung für Kinder und Jugendliche, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern | Als zentrales Element des „Child Care Program“ von Bayer CropScience wurde die „Learning for Life Initiative“ gestartet. Sie läuft inzwischen erfolgreich als bewährtes und umfassendes Programm zur Förderung des Schulbesuchs und Verhinderung des Schulabbruchs. Außerdem bietet sie über unterschiedliche Ausbildungsprojekte eine Berufsausbildung an. Erreicht wird all dies dadurch, dass Eltern wie Kinder davon überzeugt werden, dass eine bessere Ausbildung die Voraussetzung für ein besseres Leben ist. Dieses Umdenken konnte durch unsere gezielten Kommunikationsmaßnahmen und Best-Practice-Beispiele bewirkt werden. Wir sind bereits zum nächsten Schritt übergegangen, in dem untersucht werden soll, wie eine Schulbesuchsquote von 100 % erreicht werden kann; diesem Zweck dient ein eigenständiges neues Projekt namens „Quality School for All“ in zwei Dörfern im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh. | 33 | | Programm wird vom Teilkonzern BCS fortgesetzt |
| Ausbildungsförderung im Bereich Nachhaltige Entwicklung und Verbesserung des Umweltbewusstseins in Schwellenländern (Capacity Building) entsprechend der Selbstverpflichtung der chemischen Industrie nach der Johannesburg-Deklaration und der von der International Conference on Chemicals Management (ICCM) verabschiedeten Erklärung: Strategic Approach to International Chemicals Management (SAICM); Entwicklung eines Ausbildungsprogramms sowie Unterstützung für die Einrichtung eines Lehrstuhls für Sustainable Development an der Tongji-Universität in Schanghai, China | Prof. Zhao Jianfu als Stiftungsprofessor benannt. Der Arbeitsschwerpunkt wird auf Klima- und Klimafolgenforschung liegen. | | | Projekt wird weitergeführt |
| Förderung von Wissenschaft und Forschung | - Weltweit hat Bayer 2010 6,5 Millionen € für gemeinnützige Projekte im Bereich Wissenschaft und Bildung bereitgestellt. 2011 werden wir unser Engagement für bahnbrechende naturwissenschaftliche Forschung und die Förderung von Talenten noch verstärken.
- Seit der Umstrukturierung ihres Förderprogramms im Jahr 2007 hat die Bayer Science & Education Foundation 4,06 Millionen € für Bildungsprojekte und Wissenschaftsförderung ausgegeben, darunter:
- 2,1 Millionen € für 205 Schulprojekte im Bereich Wissenschaft und Technologie
- 969.000 € für 209 Auslandsstipendien (Medizin, Naturwissenschaften, Technologie, Lehrerausbildung in naturwissenschaftlichen Fächern, nicht-universitäre Berufsausbildung)
- 26 Climate Fellows (Stipendien für Schüler) für das Science Camp in Pittsburgh
- 991.000 € für akademische Auszeichnungen/Lehrstühle
| 65ff. | | Neues Konzernziel 2015: Gesellschaftliches Engagement |
| Förderung von Lösungen als Beitrag zu den UN Millennium-Entwicklungszielen der Bekämpfung von Armut, Senkung der Kindersterblichkeit und Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern | Bayer unterstützt den „Youth Truck“ der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung in Uganda, um durch Information und Aufklärung Schulkinder und Jugendliche langfristig zu einer selbstbestimmten Familienplanung zu befähigen, das Risiko sexuell übertragener Krankheiten zu senken und die reproduktive Gesundheit zu bewahren. Das Wissen zum Thema Sexualität, Gesundheit und Verhütung in Entwicklungsländern soll weiter ausgebaut werden. 2010 wurde das Programm in 10 Grundschulen in Uganda eingeführt, und mehr als 2.000 Jugendliche erhielten Informationen zu den Themen reproduktive Gesundheit, HIV/AIDS und Familienplanung. Anfang 2011 soll ein Baukasten mit Lernmitteln zur Verfügung stehen. | 16 | | Ziel wird vom Teilkonzern BHC im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms weitergeführt |
| Prüfung, inwieweit die Behandlungsdauer von (medikamentensensitiver) Tuberkulose durch den Wirkstoff Moxifloxacin in einer modifizierten Kombinationsbehandlung von sechs auf vier Monate verkürzt werden kann | Die Phase-III-Studie REMoxTB wird voraussichtlich bis 2012 laufen. Falls die klinische Entwicklung erfolgreich ist, soll Moxifloxacin für die Indikation TB zugelassen und Patienten in Entwicklungsländern zu reduzierten Preisen zur Verfügung gestellt werden. | 17 | | Ziel wird vom Teilkonzern BHC im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms weitergeführt |
| Verantwortlicher Umgang mit Gentechnik | Die Bayer-Position zum verantwortungsvollen Umgang mit der Gentechnik und spezifische Regelungen in den Teilkonzernen und Servicegesellschaften werden umgesetzt. | 44 | | Umsetzung wird durch die Teilkonzerne fortgesetzt |
| Reduzierung der Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden (MAQ < 2) | Die Quote der Unfälle mit Ausfalltagen sank bis 2010 auf 1,7 Unfälle pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden (Millionen-Arbeitsstunden-Quote, MAQ). | 40 | | Neues Konzernziel 2015: Arbeitssicherheit |
| Konsequente Umsetzung unserer Unternehmenswerte hinsichtlich der Chancengleichheit unabhängig von Nationalität, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Alter | Unsere Corporate Compliance Policy und unsere Position zum Thema Menschenrechte werden konzernweit konsequent umgesetzt und überwacht. Außerdem betonen die neuen Werte ausdrücklich die enorme Bedeutung der Integrität für Bayer, unsere Mitarbeiter und Geschäftsaktivitäten. Wir haben ein weitgehend standardisiertes Vergütungssystem für alle Beschäftigungsgruppen umgesetzt und das Diversity-Verhalten in den 360°-Feedback-Prozess aufgenommen. Zudem wurde im Teilkonzern BHC ein Projekt zur langfristigen Erhöhung des Frauenanteils im oberen Management gestartet. | 28, 34, 37 | kontinuierliche Entwicklung | - Neues Konzernziel 2015: Diversity
- Neues Konzernziel 2015: Compliance
|
| Handlungsfeld: Verantwortung für die Umwelt |
| Wasser-Emissionen: Reduzierung der Einleitungen von TOC (Total Organic Carbon = gesamter organischer Kohlenstoff) und Stickstoff in den Vorfluter um zehn Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt (Basisjahr 2005) | Die spezifische Menge organisch gebundenen Kohlenstoffs („Total Organic Carbon, TOC“) ist 2010 auf 0,136 Kilogramm pro Tonne Verkaufsprodukt gesunken. Das Stickstoffziel konnte 2010 in Bezug auf das Basisjahr 2005 erreicht werden. | 59 | | TOC- und Stickstoff-Werte werden weiterhin verfolgt |
| Luft-Emissionen: Reduzierung der Emissionen von VOC (Volatile Organic Compounds = flüchtige organische Verbindungen) um 30 Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt (Basisjahr 2005) | Pro Tonne Verkaufsprodukt gingen die VOC-Emissionen 2010 auf 0,24 Kilogramm zurück. | 57 | | Neues Konzernziel 2015: VOC Emissionen |
| Luft-Emissionen: Einhaltung einer maximalen Obergrenze der ODS-Emissionen (Ozone Depleting Substances = Ozon abbauende Substanzen) von unter 20 Tonnen pro Jahr (CFC-11-Äquivalente) (Basisjahr 2005) | - Zum ersten Mal seit Jahren konnten wir in 2010 unser Ziel, die Menge an Ozon zerstörenden Substanzen unter die Mengenschwelle von 20,0 Tonnen zu reduzieren, nicht einhalten. In 2010 betrug der Ausstoß konzernweit insgesamt 20,8 Tonnen. Als wesentliche Gründe lassen sich zwei Einzelereignisse nennen, die uns von zwei großen Produktionsstandorten berichtet wurden. Am BMS-Standort Baytown (USA) verursachte ein Leck in einem Kühlkreislauf das Entweichen von Kühlgasen mit Ozon-Zerstörungspotenzial. Am BCS-Standort Dormagen (Deutschland) gelangten ozonschädliche Emissionen aufgrund einer Undichtigkeit an einer Anlage in die Umgebung.
- Unabhängig von diesen beiden Einzelereignissen verfolgen wir in den nächsten Jahren eine deutliche Reduktion der konzernweiten Gesamtmenge ozonschädlicher Emissionen durch den Bau einer Abluftreinigungsanlage an unserem BCS-Standort in Indien, an dem die größte Menge ozonschädlicher Gase emittiert wird.
| 57 | | Neues Konzernziel 2015: ODS-Emissionen |
- Luftemissionen:
- BMS: Senkung der spezifischen Treibhausgas-Emissionen (t CO2-Äquivalente) pro Tonne Verkaufsprodukte um 25 Prozent weltweit von 2005 bis 2020. Dabei werden die bei der Produktion anfallenden Nebenprodukte Natronlauge und Salzsäure nicht berücksichtigt, weil diese Nebenprodukte aufgrund von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zukünftig in wesentlich geringerer Menge entstehen werden. Ebenso werden die Handelsprodukte nicht berücksichtigt. Die Senkung spezifischer Emissionen ist in diesem energieintensiven Segment als adäquates, ambitioniertes Emissionsziel anerkannt, da es das Erreichen anspruchsvoller Energieeffizienzziele bei gleichzeitig steigendem Umsatz erlaubt.
| - Bei BMS sanken die spezifischen Treibhausgas-Emissionen (t CO2-Äquivalente pro Tonne Verkaufsprodukt) im Jahr 2010 gegenüber 2009 von 1,09 t CO2-Äquivalenten/t Produkt auf 0,96 t CO2-Äquivalente/t Produkt. Gegenüber 2005 (1,11 t CO2-Äquivalente/t Produkt) beträgt der Rückgang noch 13,5 Prozent. Diese Ergebnisse sind der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen, dem Einsatz moderner Technologie und der Verwendung von Katalysatoren zu verdanken.
| 56 | | Neues Konzernziel 2015: Klimaschutz |
- BCS: absolute Reduktion der Treibhausgas-Emissionen (t CO2-Äquivalente) um 15 Prozent weltweit von 2005 bis 2020
| - Bei BCS sanken die Treibhausgas-Emissionen von 1,21 Mio. t CO2-Äquivalente (2005) auf 1,12 Mio. t CO2-Äquivalente (bis Ende 2010), was einem Rückgang von 7,5 Prozent entspricht.
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- BHC: absolute Reduktion der Treibhausgas-Emissionen (t CO2-Äquivalente) um fünf Prozent weltweit von 2005 bis 2020
| - Bei BHC sanken die Treibhausgas-Emissionen von 2008 auf 2009 von 0,56 Mio. auf 0,54 Mio. t CO2-Äquivalente. Gegenüber 2005 (0,59 Mio. t CO2-Äquivalente) gingen die Treibhausgas-Emissionen um rund 8,5 Prozent zurück.
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| Verbleib der Treibhausgas-Emissionen des Bayer-Konzerns bis 2020 auf dem Niveau von 2007 gemäß heutiger Einschätzung trotz Produktionswachstums | - Im Bayer-Konzern gingen die Treibhausgas-Emissionen von 9,11 Mio. t CO2-Äquivalenten (2005) auf 8,50 Mio. t CO2-Äquivalente (2010) zurück. Dies bedeutet eine Verringerung um 6,7 Prozent.
| ? | | Wird bis 2020 weiterverfolgt |
| Reduzierung der Menge besonders überwachungsbedürftiger (gefährlicher) Produktionsabfälle auf unter 2,5 Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt | Im Vergleich zum Vorjahr hat die spezifische Menge gefährlicher Abfälle zwar erheblich abgenommen, doch das Ziel von weniger als 2,5 Prozent gefährliche Abfälle pro Tonne Verkaufsprodukt konnte noch nicht erreicht werden. Seit der Übernahme des Pharmageschäfts von Schering hat sich unser Produktportfolio geändert. Pharmazeutische und agrochemische Produkte spielen heute eine dominierendere Rolle. Bei der Herstellung solcher Produkte hat der Anteil von Nebenprodukten, die nicht wiederverwertet werden können, sondern als gefährlicher Abfall zu behandeln sind, zugenommen. | 60f. | | Neues Konzernziel 2015: Abfall |